Hinweise
Hinweis für Santa Ponsa und die ganze Insel – Sicherheit
In europäischen Urlaubsgebieten ist 2026 eine neue Betrugsmasche aufgetaucht. In Santa Ponsa sind uns noch keine Fälle bekannt, was aber nichts zu bedeuten hat. Diese folgt einem einfachen Muster. Bevorzugte Tatorte sind Parkplätze vor Supermärkten oder Einkaufszentren, an denen die Täter sicherstellen können, dass sich ihre ausgespähten Opfer nur kurz aufhalten werden. Die Täter beobachten zunächst das Eintreffen des Fahrers oder der Fahrerin allein mit dem Fahrzeug. Vor dessen Rückkehr platzieren sie einen Geldschein mehr oder weniger gut sichtbar hinter dem rechten Scheibenwischer. Dieser Schein könnte gefälscht sein. Wenn der Fahrzeughalter schließlich zu seinem Kraftfahrzeug zurückkehrt und seine Einkäufe verstaut hat und sich in das Fahrzeug setzt, bemerkt er meist jetzt erst den Geldschein am Wischblatt des Autos. Sollte er nun aussteigen wollen, um diesen zu nehmen, spielt er damit direkt in die Hände der Täter. Sobald das Opfer das Fahrzeug verlässt, um den Schein zu greifen wird die offene Tür von den Tätern genutzt, um Wertsachen im Inneren des Fahrzeugs zu entwenden. Ein Komplize könnte sich wenige Meter vor ihrem Fahrzeug aufhalten und sie in ein Gespräch verwickeln. Wenn Sie indessen die Blickrichtung von Ihrem Fahrzeug wenden, ist der Diebstahl vornehmlich schon geschehen. Im schlimmsten Fall könnte sich sogar ein Dieb selbst ans Steuer setzen und mit dem laufenden Wagen davonfahren. Eine weitere Variante dieser Masche involviert eine Plastikflasche oder ähnliches Objekt. Diese Plastikflasche wird unter einen Reifen geschoben, wodurch beim Anfahren ein lautes knisterndes Geräusch entsteht, welches den Fahrer dazu veranlassen soll anzuhalten und auszusteigen, denn es könnte zu einem Reifenschaden gekommen sein. Auch hier greift man jetzt in das Innere des Wagens. Hier sind echte Profis am Werk, die blitzschnell zugreifen und gezielt auf Ablenkung setzen.
Im Jahr 2024 (gilt auch noch 2026) sind in Palma, aber auch in anderen Urlaubsorten, wie Santa Ponsa, die sogenannten Nelkenfrauen gesichtet worden. Die Polizei warnt immer wieder vor diesen so „netten Damen“. Die Vorgehensweise der Nelkenfrauen, die einige Zeit von der Insel verschwunden schienen, hat sich nicht geändert. Eine Frau spricht Touristen an, die durch die Stadt bummeln, und bietet ihnen eine Blume oder einen kleinen grünen Zweig an und fordert dann eine kleine Spende. Im Original waren das mal Nelken, daher auch der Name. Wenn das Opfer sein Portemonnaie aus der Tasche nimmt, wird es von einer anderen Frau abgelenkt und Bargeld, in Form von Scheinen, wird gestohlen. Plötzlich hat man 4 Hände (oder mehr) an seiner Geldbörse, da die Damen da noch zeigen wollen, dass sie noch einige Eurocent gesehen haben, den sie gerne haben würden. Das Ganze ist aber nur eine Ablenkung, um zu stehlen. Lassen Sie sich nicht ansprechen, (NEIN, NEIN, NEIN) auch wenn es noch so unhöflich erscheint. Gehen Sie einfach weiter und machen Sie auch keine Bemerkung, denn dann werden sie noch arg beschimpft und das können die auch sehr gut auch in deutscher Sprache.
Alles das gilt auch für angeblich „gehörlose Menschen“, die mit Unterschriftlisten auf „Spendenjagt“ gehen. Hat man erstmal seine Unterschrift gesetzt, wird man gedrängt, auch eine Spende zu geben. NEIN, lassen Sie sich darauf nicht ein. Es handelt sich auch hierbei um unehrliche Menschen.
Im Übrigen, wer immer noch mit einem Rucksack auf dem Rücken, weil es ja bequemer ist, durch die Innenstadt läuft und dort seine Habseligkeiten transportiert, muss sich am Ende nicht wundern, wenn der Inhalt gestohlen wird. Taschendiebstahl ist ein weiteres Betätigungsfeld der Betrüger. Glauben Sie uns, denn die Erfahrung zeigt es, wer bestohlen wird, merkt es nicht sofort, auch wenn er/sie sich für noch so clever hält und meint, die fremde Hand in der Tasche ja spüren zu müssen. Nein, Sie werden es eben nicht bemerken. Häufig ermöglichen Umarmungen oder enger Körperkontakt überhaupt erst die Möglichkeit eines Diebstahls. Daher empfiehlt es sich, stets Distanz zu wahren, wenn man plötzlich mit Fremden konfrontiert wird. Auch im Restaurant oder Café, die Tasche immer am Mann oder der Frau haben und möglichst nach vorne tragen, dann steht einem entspannten Urlaub nichts im Wege.
Bitte nicht falsch verstehen, denn wir möchten hier niemanden belehren, aber dass diese Hinweise so wichtig sind, merken wir immer wieder.
Wer bestohlen wurde, sollte dieses auch zu Anzeige bringen. Entweder bei der Policia Lokal oder besser noch, wenn es in Santa Ponsa geschehen sein sollte, bei der Guardia Civil, in der Carrer de les Illes Canáris im Gewerbegebiet Son Bugadelles. Dort gibt es auch jemanden der deutsch spricht, aber leider nicht immer vor Ort ist. Dann müssen Sie etwas warten, bis die Person eintrifft und sich um Ihr Anliegen kümmern kann. Jeder Taxifahrer und jede Taxifahrerin kennt diese Örtlichkeit.
Santa Ponsa – Losverkäufer in grünen Westen
Von den Losverkäufern mit den grünen Westen und der Aufschrift ONCE, die besonders gerne auch durch Santa Ponsa gehen, können sie aber beruhigt ein Los kaufen. Die spanische Hilfsorganisation für Blinde und sehschwache Menschen, ONCE, finanziert sich durch dieses Lotteriespiel. Selbst wenn man nichts gewinnt, hat man etwas Gutes getan. Ein Rubbellos kostet 2 Euro und es wird sofort elektronisch ausgelesen, ob man etwas gewonnen hat. Die Losverkäufer sind auf Mallorca praktisch überall anzutreffen, auch kleine Losbuden vor den Supermärkten oder an Bahnhöfen gibt es. Die Menschen, die diese Lose verkaufen, haben selbst ein Handicap und werden sie niemals aggressiv ansprechen, um ein Los zu verkaufen. (ONCE = Organización Nacional de Ciegos de España)
